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Wegen der Freiheit! Die Frage aller Fragen, die man sich als ein Zeuge Jehovas stellen sollte ist: Folge ich als Sklave einem Sklaven, selbst wenn er sich als treu und verständig ausgibt oder als freier Mensch dem Herrn? Denn ein Sklave wird nicht größer als sein Herr sein. Warum nicht gleich dem Herrn folgen?

Was steht hierzu in Galater 5:1:

Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten!

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"DIE NEUSTEN ARTIKEL"


von A.S. 8. September 2026
Der Blick zurück im Zorn Kategorie Erfahrungsberichte Dieser Titel des englischen Dramatikers John Osborne fällt mir so oft ein, und zwar immer dann, wenn ich hier bei Bruderinfo lese, wie verbittert manche Brüder und Schwestern sind, wenn sie an ihre Vergangenheit als Zeugen Jehovas denken. Ich möchte das nicht falsch verstanden wissen. Ich kenne diese schwierige Gefühlswelt zwischen Angst und Verbitterung. Es ist vollkommen in Ordnung, sich darüber Gedanken zu machen, wie man als willfähriger Gehilfe der Organisation von ihr benutzt wurde, mit der Vorstellung, hier Jehova einen Dienst zu erweisen. Doch zunächst gibt es gleichzeitig allen Grund, zutiefst dankbar zu sein, dass man der Knute der Organisation entronnen ist. Schließlich kommt nicht jeder zu dieser Erkenntnis. Auch ich bin in Kreisen der Zeugen Jehovas aufgewachsen. Ich war 6 Jahre alt als mein Vater mit seinem Bibelstudium begann. Auch ich wurde nach der Regel in Sprüche 13:24 erzogen: 24 Wer seine Rute spart, der hasst seinen Sohn, wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten Mein Vater hatte allerdings in seinem Eifer folgenden Text nicht berücksichtigt, den man i n Epheser 6:4 findet: 4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Mit 17 habe ich diese Enge nicht mehr ausgehalten und bin von zuhause weg, im Zorn, und ich hatte keine Ahnung, wie das Leben da DRAUSSEN in der Welt ist. Schließlich hat man mich erfolgreich davon abgehalten, mit den "Gefahren" der Welt da draußen umgehen zu lernen. Das heißt, auch ich war, wie alle Kinder der Zeugen Jehovas regelrecht "abgeschottet". (Bitte nicht als Elternschelte verstehen! Die Dinge sind, wie sie sind. Ich achte und liebe meine Eltern sehr und bin jeden Tag dankbar, dass sie noch leben.) Folglich habe ich mir in den nächsten 20 Jahren ordentliche Blessuren auf meiner Psyche geholt. Das allerschlimmste war die Angst vor Harmagedon und die Angst vor 1975. Ich hatte vorehelichen Verkehr, auch wenn ich später den Mann geheiratet habe. Und ich hatte panische Angst, dass diese Sünde mein Leben und das Leben meiner Tochter kosten wird. Aber ich hatte Glück im Unglück, ich hatte keine Zeit, wie andere Kinder von Zeugen Jehovas, in Lebensunfähigkeit und Depression zu fallen, denn ich war 18 und stand mit einem Kind und einem ständig betrunkenen Ehemann da. Während meiner Jugendjahre habe ich aber eines gelernt: Gehorsam ist ok, ungehorsam bringt Strafe. Darum habe ich im Laufe meines Lebens das getan, was viele tun: Es anderen recht machen. Dafür bezahlt man einen hohen Preis, nämlich den Verlust der Macht über das eigene Leben. Nein sagen muss man lernen. Dazu ein kurzer Ausflug in die Tiefen unseres Gehirns: Unser Gehirn ist sehr ökonomisch. Es tut das, was es immer getan hat und vermeidet neue Wege. Die ausgetretenen Pfade sind bequem. Nein sagen und widersprechen könnte ja weh tun (siehe den Schmerz der Prügel, das hat es ja gelernt) Während der Zeit, als Diener der Wachturm-Organisation lernen viele Brüder und Schwestern noch etwas: Wir sind die Guten und die da draußen in der Welt sind die Schlechten. Schließlich wird das Woche für Woche in den Versammlungen gepredigt. Gerade der Organisation entronnen, geht dieses Karussell weiter. Nur jetzt sind die Schlechten die Ältesten und Könige der Wachturm-Organisation und wir, die wir draußen sind, die Guten. Wir wissen, das Gehirn ist sehr ökonomisch und jetzt tut es weiterhin, was es bis dahin gelernt hat: VERURTEILEN Ist es nicht besser, sich an die Anweisung unseres Herrn Jesus zu halten wie es in Matthäus 7:1,2 beschrieben steht? 1Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird auch euch zugemessen werden. Eines sollten wir nämlich berücksichtigen: Auch die, die mit uns so lieblos umgegangen sind, glauben wirklich, sie würden Jehova einen Dienst erweisen. Die Erforschung ihres Herzens ist nicht unsere Aufgabe. Etwas, was wir Menschen auch gerne tun sind auch Schuldzuweisungen, hat Adam schon so gemacht. Das liegt uns in den Genen von Anfang an. 2 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß! Das bedeutet doch nichts anderes 1. die Frau ist schuld und 2. du Gott bist schuld, denn du hast sie mir ja gegeben. Nichts von Selbstverantwortung. Nichts von ICH HABE NICHT NEIN GESAGT. Kennen wir dieses Muster? Die anderen sind schuld, die Ältesten sind schuld, die lieblosen Brüder und Schwestern sind schuld. Selbstverantwortung sieht anders aus. Selbstverantwortung bedeutet, die Verantwortung zu übernehmen, für all MEIN TUN, für all MEIN HANDELN und auch für MEIN NICHT HANDELN. Es hat lange gedauert, bis ich kapiert habe, dass all meine Blessuren und Bauchlandungen meines Lebens nur das Ergebnis des Versuchs waren, es anderen recht zu machen. Man tut das, in der Regel unbewusst, in dem verzweifelten Versuch anerkannt und geliebt zu werden. Da wir dieses Verhaltensmuster schon in der Prägephase (unter 6 Jahren) anerzogen bekommen, lernen wir eines nicht, es uns selbst recht zu machen. Seit ich das begriffen habe, konnte ich mich mit meiner Vergangenheit versöhnen. Man bezahlt immer einen Preis, entweder für das selbst tun oder für das tun lassen. Wenn ich die Macht über mein Leben abgebe, kommt ein anderer und übt sie aus. In Falle vieler Brüder und Schwestern sind es die Ältesten oder die 7 Herren (temporär auch 8 Herren) aus der Zentrale, die einem sagen, was man zu tun oder zu denken hat. Erlaube ich, dass andere die Macht über mein Leben ausüben, nennt man das Ohnmacht. (ohne Macht). Man hat erlaubt, dass andere diese Macht für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Man hat gestattet, das andere die Führer und Lehrmeister sind. Niemals hat man das hinterfragt. Aber so etwas steht nicht unbedingt im Wachturm. Dazu muss man schon die Bibel zur Hand nehmen. Denn Jesus sagt in Matthäus 23 folgendes 8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder. 9 Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10 Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, der Christus. Nun, sie tun es trotzdem. Sie nennen sich der vom "Geist gesalbte Treue und verständige Sklave", verdrehen die Bibel, fordern Sklaven-Gehorsam und neben der kostbaren Lebenszeit als Einsatz für die Organisation, auch den Verzicht auf die schönen Dinge des Lebens. Denn für die schönen Dinge des Lebens braucht man ausreichend finanzielle Mittel. Diese jedoch braucht die Organisation auch. Allerdings gehören zu dieser Dynamik immer zwei Parteien, die einen die fordern und die anderen, die gehorsam dieser Forderung nachkommen. Spätestens bei dem Text in Matthäus wäre es angebracht, darüber nachzudenken was das bedeutet. Hat man das getan? Hat man nur Jesus Christus als Meister anerkannt? Oder lieber aus Bequemlichkeit Ja und Amen gesagt und dies unterlassen? Wie viele Jahre? Ein Leben lang? Vielleicht nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Angst? Angst lähmt, Angst macht klein, Angst macht handlungsunfähig. Man hat auch nie darüber nachgedacht, dass deren (der Ältesten oder der Häuptlinge) Vorstellung vom Leben, nichts mit dem von Schwester Lisa oder Bruder Leo in Hinterdupfingen gemeinsam haben. Man muss sich das vorstellen: Da sitzen in den Gremien der Organisation Menschen, mit all ihren Schwächen und auch mit ihren Ängsten und Fehlern (dabei finanziell gut abgesichert) und die sagen Millionen von Zeugen Jehovas, was sie zu tun und zu lassen haben, verdrehen die Bibel und manipulieren die Texte. Dazu sagt bereits der Prophet Jesaja im Kapitel 5: 20 Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! 21 Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig halten! 22 Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer im Mischen von berauschendem Getränk; 23 die dem Gottlosen Recht geben um eines Bestechungsgeschenkes willen, aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen!  Wir sehen, es hat sich in all den Jahrhunderten nichts geändert. Die Muster unserer menschlichen Verhaltensweise sind gleich geblieben. Noch immer rennen Millionen wie Lemminge diesen Anweisungen hinterher. Kein Gedanke daran, dass die Herren niemals die Nöte und Sorgen ihrer Schäfchen nachvollziehen können. Sie kennen weder die Nöte eines Vaters, der um seine Existenz kämpft, noch die Sorgen einer Mutter, die um das Leben eines Kindes bangt, auch nicht den Kampf eines älteren Menschen, der an einer schweren, lebensbedrohlichen Krankheit leidet. Im Gegenteil, rücksichtslos werden ältere Brüder vom Bethel "entsorgt" und dem Steuerzahler auf die Tasche gepackt. Ich erinnere mich, wie mir einmal eine Ex-Zeugin sagte, ihr Vater war Ältester und in der Versammlung hat er von Liebe gepredigt. Wenn er zuhause getrunken hatte, hat er die Möbel zusammen geschlagen (einschließlich der Kinder). Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass alle Ältesten so sind. Aber wenn sie so sind, trafen sie dennoch Entscheidungen über Ausschluss, Rüge und Zurechtweisung in den Versammlungen. All diese Dinge passieren, und, wie so oft, gibt es in dieser Dynamik selbstverständlich auch Opfer. Diese Opfer sind die, die ausgeschlossen wurden, weil sie angefangen haben nachzudenken und die Dinge zu hinterfragen. Weil sie in der Bibel die Lösungen suchen und nicht im Wachturm. Vor diesem Ausschluss kommt oft eine lange Zeit des Leidens. Von Mobbing bis hin zu Intrigen, alles ist dabei. Wenn man dann entronnen und endlich "draußen" ist, fallen viele in ein Loch, das mit Anklagen und Vorwürfen gefüllt wird. Es genügt nicht, dass man in der Regel sein komplettes soziales Netz verliert, dass Familien entzweit werden, man macht sich selbst erst einmal nieder, in Form von Traurigkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit. Noch immer ist man Opfer. Wer nicht in der Depression endet, füllt dieses Loch mit Wut und Zorn. Alles ist besser als Depression, auch Wut und Zorn. Aber dann kommen oft noch Rachegefühle und Hass hinzu. Man wünscht, dass die Betreffenden ihre gerechte Strafe bekommen. Doch Paulus sagt in Römer 12 dazu folgendes: 14 Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht! 15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden! 16 Seid gleichgesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug! 17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist. 18 Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten,spricht der Herr«. 20 »Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.« Bei der Gelegenheit möchte ich anmerken, dass selbst die Täter Getriebene sind: Getriebene ihrer Eitelkeit und ihres Machthungers und der Angst, Ansehen und Stellung zu verlieren. Gleichzeitig darf man sich die Frage stellen: Was habe ich dazu beigetragen, dass diese Situation so ist? In der Regel fragt man sich das jedoch nicht, sondern es kommen Bitterkeit und Anklagen, Selbstvorwürfe und eine tiefe Traurigkeit um das verpasste Leben hinzu. Ja, die anderen sind schuld, hat ja Adam schon so gemacht, liegt uns in den Genen. All diese Anklagen haben nur ein Problem: Sie halten den Betroffenen fest im Leid und im Schmerz. Damit wird das Leid nur unnötig verlängert. Und dann gibt es natürlich den Rat aus der Ecke der Psychologie: Man muss ein Thema aufarbeiten. Aber muss man das wirklich? Ich weiß, dass eine ganze Branche davon lebt, jahrelang im Kreis zu reden und Themen aufzuarbeiten. Ich bin kein Fan der Psychoanalyse, denn sie hält Menschen viel zu lange in der Vergangenheit fest. Und sie verhindert, dass man seinen inneren Frieden findet. Dazu gibt uns die Bibel in Lukas 9 einen guten Rat: 62 Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes. Das bedeutet in anderen Worten ausgedrückt: Schau nicht zurück, sondern schau nach vorne. Klingt ein wenig anders, als in der Vergangenheit wühlen und "aufarbeiten." Ist es nicht besser, die ganze Energie lieber in die eigene Heilung zu stecken? Fühlt sich Hoffnung nicht besser an, als Wut, Zorn und Bitterkeit? Ich erinnere daran: Wir sind von unseren Gefühlen gesteuert. Und diese Gefühle sind es, die bestimmen, über Gesundheit und Krankheit. Und ja, wir haben einen Verstand, aber der Verstand ist ein guter Ratgeber, jedoch ein schlechter Herr. Viele unserer Brüder und Schwestern haben jahrelang die eigenen Gefühle unterdrückt (weil es ja weh tut) sind in den Verstand gegangen und wundern sich, wenn sie früh krank werden. Wer Gefühle unterdrückt und nur mit dem Verstand reagiert, darf sich nicht wundern, wenn sich die unterdrückten Gefühle auf der Körper-Symptomebene breit machen. Darum ist Selbstverantwortung so wichtig. Der Preis für "gewähren lassen" ist einfach zu hoch. Ich möchte allen hier das mit einer kleinen Übung erläutern, um zu zeigen, was ich meine: Wie wir wissen, werden Menschen zunächst von den Gefühlen gesteuert. Das bedeutet, all unsere Handlungen, auch wenn sie hinterher analytisch erklärbar sind haben einen einzigen Zweck: Schmerz vermeiden und/oder positive Gefühle zu erzeugen. Wenn jetzt jemand jahrzehntelang beigebracht bekommen hat, dass ein Opfer in Form von Selbstaufgabe und Verzicht von Gott so gewollt ist, weiß der Betroffene zunächst überhaupt nicht, wie sich glücklich sein anfühlt. Fällt das Opfer weg, kommt die große Leere. (Anmerkung: Unter Therapeuten gibt es eine Redewendung. Manche Kranke brauchen ihre Krankheit. Nimm ihm diese nicht weg, denn er hat nichts anderes) Nimm einem Zeugen, der aus der Organisation raus ist oder ausgeschlossen wurde seine Versammlung, seine Freunde (die sich dann seltsamerweise dann als Feinde entpuppen), seine Familie und er fällt in ein Loch. Das Hirn, unsere analytische Hälfte, hat aber gelernt, in Schuld und Schuldzuweisungen zu denken. Was macht es? Es kreiert neue Probleme in Form von Sorgen, Depressionen, Schmerz (das kennt es ja bereits) Wut, Zorn, Reue, Rachegedanken. Kein Platz für Hoffnung, kein Platz für inneren Frieden und Zuversicht. Jetzt aber zur Übung: Schließe einfach deine Augen und denke an folgenden Satz: Ich muss predigen gehen, meine ganze Kraft in den Dienst der Organisation stellen, denn das gefällt Jehova. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Und jetzt den Satz aus Matthäus 11: Nehmt auf euch mein Joch, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Einen Unterschied bemerkt? Ein anderes Beispiel: Ich habe Jahre meines Lebens damit vergeudet, der Organisation zu dienen und am Ende habe ich einen Tritt bekommen. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Oder: Ich bin meinem Herrn Jesus Christus zutiefst dankbar, dass er mir die Erkenntnis geschenkt hat und mich aus diesem Joch befreit hat. Wie fühlt sich das an? Leicht oder schwer? Hell oder dunkel? Einengend oder weit? Bitte die Übung mit geschlossenen Augen machen und nur auf die Gefühle achten. Ich hoffe, jeder bemerkt, was diese Sätze im Körper bewirken. Darum ist es so wichtig, sich an den Rat in Lukas 9 zu halten. Man kann nicht vorwärts gehen, wenn man die ganze Zeit rückwärts gerichtet ist. Wut, Zorn, Verzweiflung haben noch niemanden glücklich gemacht. Im Gegenteil, sie machen krank. Nämlich einen selbst. Die Personen, auf die man wütend ist, merken nichts davon. In der Regel wissen die nicht einmal etwas davon, denken sie doch, alles richtig gemacht zu haben. Selbst ist man am Ende weiterhin das Opfer, darum macht es wenig Sinn, das Leid auf diese Weise zu verlängern. Der Vollständigkeit halber hier nochmals der ganze Text a us Matthäus 11: 28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Dieser Text ist es, der unheimlich viel Kraft gibt. Darauf kommt es an, zu unserem Herrn Jesus Christus zu finden. Aber er kann nur dann Kraft spenden, wenn man noch immer an eine Erlösung durch ihn glaubt. Hat man jedoch den Glauben verloren, hilft dieser Text auch nicht weiter. Dann darf man sich fragen: Wem bin ich bisher nachgefolgt? Unserem Herrn Jesus Christus oder Menschen, in Form der Organisation? Wenn das Glaubensgebäude auf die Verheißungen der Organisation ausgerichtet war, ist es vollkommen normal, dass nach einem Weggang ein Vakuum entsteht. Dann bedeutet das, mache dich auf und finde deinen Glauben neu. Denn wer schon immer auf Jesus Christus ausgerichtet war, empfindet einen Weggang als Befreiung. Der spürt plötzlich, wie leicht die Last unseres Herrn auf den Schultern wiegt. Und höre auf, dich selbst zu verurteilen. Unser Herr hat einem Mörder verziehen. Er geht sanfter mit uns um, als wir selbst. Zum Schluss noch eine Anmerkung: Solltest du momentan in einer depressiven Phase sein und Psychopharmaka bekommen, ist es vollkommen normal, dass du, je nach Medikation denkst, du hättest möglicherweise deinen Glauben verloren. Dazu musst du wissen, dass Psychopharmaka deine Synapsen (Andockstellen im Gehirn) blockiert. Das bedeutet, du bist (wieder je nach Medikation) überhaupt nicht in der Lage, neue Gedanken, Zuversicht und Hoffnung zu empfinden. Die Medikamente halten dich auf einem emotional stabilen Level. Keine Begeisterung, aber auch kein Antrieb zu eventuellen Kurzschluss-Reaktionen wie Suizid. Dann höre auf zu zweifeln, sondern kümmere dich um deine Gesundheit. Ich glaube, dass unser Herr Jesus Christus um diese Problematik weiß. Und wenn man anfängt, die Medikamente (zusammen mit dem Arzt) auszuschleichen, wirst du sicher Stück für Stück deinen Glauben wieder finden. Aber auch hier gilt: Eigenverantwortung. Das ist der erste Part, den man lernen muss. Ich habe es schmerzhaft mit 18 gelernt, andere dürfen diese Lektion mit 50 oder 60 oder noch älter lernen. Denke immer daran: Wenn du die Macht über dein Leben nicht ausübst, kommt jemand anderer und übt sie aus, benutzt sie, für seine eigenen Zwecke. Autorin: A.S. Es wurde die Arthur Schlachter Bibel 2000 verwendet.-wenn nicht anders angegeben. P.S. -dies sind die Erfahrungen und die kostbare Meinung einer Heilpraktikerin mit sehr viel Erfahrung.
von Armin Slavik 13. Juli 2026
„Sorg dich nicht – Lebe“ Eine Erzählung über Vertrauen, Sorgen und die Fürsorge Gottes Die Geschichte von Marta und dem verlorenen Schaf Vor vielen Jahren lebte in einem kleinen Dorf am Rande der judäischen Hügel eine Frau namens Marta. Sie war bekannt für ihre Güte und ihren unermüdlichen Einsatz – nicht nur für ihre Familie, sondern für alle, die Hilfe brauchten. Eines Tages jedoch traf sie eine Entscheidung, die ihr Leben veränderte. Marta hatte eine Herde von zehn Schafen. Eines davon, das kleinste und schwächste, war eines Morgens verschwunden. Sie suchte es den ganzen Tag, doch vergeblich. Als die Sonne unterging, kehrte sie mit schwerem Herzen nach Hause zurück. „Vielleicht ist es von einem Wolf gerissen worden“, dachte sie. Doch dann erinnerte sie sich an die Worte ihres Großvaters: „Gott sieht jedes verlorene Schaf. Er wird es dir zurückbringen.“ In dieser Nacht träumte Marta von einem Hirten, der durch dunkle Täler ging, ein verlorenes Lamm auf seinen Schultern trug und es sicher nach Hause brachte. Als sie erwachte, spürte sie eine tiefe Ruhe in ihrem Herzen. Am nächsten Morgen ging sie erneut auf die Suche – und fand das Schaf, das sich in einer Felsspalte verfangen hatte. Es war unverletzt, wenn auch müde und hungrig. Marta nahm es liebevoll in ihre Arme und brachte es nach Hause. Als sie später mit ihren Nachbarn über diese Erfahrung sprach, sagte einer von ihnen: „Du hast das Schaf gefunden, weil du nicht aufgegeben hast.“ Doch Marta lächelte und antwortete: „Nein, ich habe es gefunden, weil ich wusste, dass Gott sich um mich kümmert – genau wie um das Schaf.“ J esus lehrt uns: „Sorgt euch nicht“ Diese Geschichte erinnert uns an die Worte Jesu, die wir in Lukas 12,22–34 lesen. In einer Zeit, in der Sorgen und Ängste oft unser Denken beherrschen, ruft Jesus uns zu: „Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Das Leben ist mehr als die Nahrung, und der Leib mehr als die Kleidung.“ (Lukas 12,22–23) Jesus spricht hier nicht als Theoretiker, sondern als jemand, der die Sorgen der Menschen kennt – ihre Ängste vor Hunger, Armut oder Unsicherheit. Doch er lädt sie ein, ihr Vertrauen in Gott zu setzen, der wie ein guter Hirte für seine Schafe sorgt. Warum Sorgen uns gefangen halten Sorgen sind wie unsichtbare Ketten. Sie rauben uns die Freude am heutigen Tag und lassen uns in die Zukunft blicken, als wäre sie ein dunkler Abgrund. Jesus weiß das. Deshalb fragt er: „Wer von euch kann durch sein Sorgen eine Stunde zu seiner Lebenszeit hinzufügen?“ (Lukas 12,25) Die Antwort ist klar: Wir können es nicht. Sorgen ändern nichts an unserer Situation – sie belasten nur unser Herz und unsere Gedanken. Jesus fordert uns auf, uns von dieser Last zu befreien und stattdessen zu vertrauen. Die Schönheit der Schöpfung – ein Zeichen der Fürsorge Gottes Jesus erinnert uns an die Natur, um uns zu zeigen, wie sehr Gott für uns sorgt: „Seht die Raben: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie haben keinen Vorratsraum und keinen Speicher; und Gott ernährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!“ (Lukas 12,24) Die Vögel des Himmels und die Blumen des Feldes leben im Vertrauen auf Gottes Versorgung. Sie wissen nicht, woher ihr nächster Tag kommt – und doch sind sie versorgt. Warum also sollten wir, die wir nach Gottes Bild geschaffen sind, uns Sorgen machen? „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes“ – der Schlüssel zur Sorgenfreiheit Jesus gibt uns den entscheidenden Rat: „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch das Übrige dazugegeben.“ (Lukas 12,31) Was bedeutet das? Es geht nicht darum, unsere Bedürfnisse zu ignorieren, sondern unseren Fokus zu ändern. Wenn wir Gott an die erste Stelle setzen – in unseren Entscheidungen, unseren Prioritäten und unserem Herzen –, dann wird er für den Rest sorgen. Das ist kein leeres Versprechen, sondern eine Einladung, unser Leben in seine Hände zu legen. Ein Schatz, der nicht vergeht Jesus schließt seine Rede mit einer ermutigenden Zusicherung: „Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ (Lukas 12,34) Unser „Schatz“ – das, was uns am wichtigsten ist – bestimmt, worauf wir unser Leben ausrichten. Wenn wir unser Vertrauen in vergängliche Dinge wie Geld, Status oder Besitz legen, werden wir immer in Sorge leben. Doch wenn wir unseren Schatz in Gott und sein Reich legen, dann wird unser Herz leicht und voller Hoffnung sein. Eine Einladung zum Vertrauen Die Geschichte von Marta und die Worte Jesu sind eine Einladung, unser Leben aus der Perspektive des Vertrauens zu sehen. Es geht nicht darum, blind zu sein gegenüber den Herausforderungen des Lebens, sondern darum, sie mit der Gewissheit zu tragen, dass Gott uns nicht vergisst. Praktische Schritte: Wie leben wir diese Botschaft? Erinnere dich an Gottes Treue Führe ein „Dankbarkeits-Tagebuch“, in dem du täglich notierst, wie Gott dich in kleinen und großen Dingen versorgt hat. Gib deine Sorgen ab Betrachte jeden Morgen oder Abend eine konkrete Sorge und lege sie bewusst in Gottes Hände. Sage: „Lieber Vater im Himmel, ich vertraue dir.“ Lebe im Hier und Jetzt Jesus sagt: „Genügt der Tag seine eigene Plage.“ (Matthäus 6,34). Konzentriere dich auf das, was du heute tun kannst – und überlasse den Rest Gott. Teile mit anderen Vertrauen wächst, wenn wir erleben, wie Gott durch andere Menschen handelt. Sei ein Werkzeug seiner Fürsorge für andere. Abschluss: Ein Leben ohne schwere Last Die Botschaft Jesu ist klar: Sorgen sind nicht Teil von Gottes Plan für uns. Er möchte, dass wir leben – nicht in Angst, sondern in der Gewissheit, dass er uns trägt. Wie Marta, die ihr verlorenes Schaf wiederfand, dürfen wir erfahren, dass Gott uns nicht im Stich lässt. Für dich zum Weiterstudieren Lukas 12,22–34 – Vertiefende Bibelstellen zum nachdenken. 1. Der Kontext: Jesus lehrt über Vertrauen und Prioritäten Lukas 12 ist Teil der Lehre Jesu über das Reich Gottes und richtet sich an seine Jünger und eine große Volksmenge (Lukas 12,1). Jesus warnt vor Heuchelei (Lukas 12,1–3), Habgier (Lukas 12,15) und Sorgen um das Materielle (Lukas 12,22–34). Sein Fokus liegt darauf, dass seine Nachfolger ihr Herz auf Gott ausrichten und nicht auf irdische Dinge. Frage zum Nachdenken: Wovor warnt Jesus hier konkret? Warum ist das heute noch relevant? 2. Schlüsselverse im Vergleich mit anderen Bibelstellen Jesus zitiert in seiner Rede auf natürliche Bilder – Vögel, Blumen, Schafe – um Gottes Fürsorge zu veranschaulichen. Diese Bilder finden sich auch an anderen Stellen der Bibel: Matthäus 6,25–34 (Parallelstelle): Hier betont Jesus noch stärker die Sorgenfreiheit und verweist auf die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes , die ohne Arbeit von Gott versorgt werden Was können wir von der Natur über Gottes Fürsorge lernen? Psalm 55,23 : „Wirf dein Anliegen auf den Herrn; er wird dich versorgen.“ Ein Versprechen, das uns einlädt, unsere Lasten bei Gott abzugeben. Matthäus 10,29–31 : „Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne euren Vaters Wissen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf eurem Haupt alle gezählt.“ Gottes Fürsorge ist persönlich und detailliert – er kennt uns bis ins Kleinste. Philipper 4,6–7 : „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“ Hier wird deutlich: Gebet ist der Schlüssel zur Sorgenfreiheit.
von Andy Nightingale 3. Juli 2026
„Du bist schon frei“ (Gedicht von Andy Nightingale) Du musst nicht knien, du musst nicht flehn, kein Opfer bringt dir Gottes Segen. Er sieht dich an – ganz ohne Schein, und spricht: „Du darfst einfach leben!“ Die Ketten, die du trägst, sind schwer, doch nicht aus Eisen, nicht aus Stein. Sie sind aus alten Worten her, die flüstern: „Du bist nicht mehr rein.“ Doch hör genau hin, still und sacht, der Wind erzählt von Gottes Macht: „Er liebt dich mehr, als du je weißt, weil du sein Kind auf ewig heißt.“ Leg ab die Last, die dir die Welt als Pflicht und Schuld ins Herz gestellt. Du bist nicht schlecht – du bist geliebt, weit mehr, als deine Angst dir gibt. Steh auf, geh deinen Lebensweg, ohne Angst, ohne Reu. Denn wer in Liebe lebt und singt, der ist schon frei – ganz ohne Scheu. Und wenn der Tag dir dunkel scheint, und Hoffnung leise von dir weicht, dann trägt dich Jesu treue Hand, bis neues Licht dein Herz erreicht. Sein Kreuz erzählt: Du bist geliebt, kein Weg ist ihm für dich zu weit. Er ruft dich sanft bei deinem Namen und geht mit dir durch jede Zeit.  Drum geh im Frieden Schritt für Schritt, denn Jesus geht beständig mit. Sein Herz ist offen, stark und weit, es trägt dich durch die Dunkelheit.
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